Klangschalen
Die Klangschale entwickelte sich aus dem in fernöstlichen Ländern üblichen Kochgeschirr, welches insbesondere in Nepal, Indien und Tibet verwendet wurde. Die Schalen bestehen aus Bronze und können von flacheren, gongähnlichen Formen bis hin zu halbkugelrunden Formen variieren. Ferner gibt es Unterschiede im Durchmesser der Klangschalen von ca. zehn bis fünfzig Zentimetern und auch die Dicke der Wände kann von 0,5 bis fünf Millimeter variieren.
Die ursprüngliche Verwendungsweise und Bedeutung der Klangschalen im Buddhismus ist jedoch umstritten. So gibt es Hinweise darauf, dass Klangschalen in Japan und China zur musikalischen Untermalung von Liedern buddhistischer Mönche verwendet wurden. Im Gegensatz dazu sind die Schalen in Tibet eher Bestandteil vieler Erzählungen und Mythen.
In unseren Breiten finden die Klangschalen häufig Anwendung im Bereich der Esoterik. Hier dienen sie der so genannten Klangmassage oder der Therapie durch Klänge. Der Einsatz der Schalen als Instrument ist hingegen sehr selten.
Die Klangschale kann auf zwei Arten “gespielt” werden. So wird mit einem so bezeichneten “Klöppel” an die Außenseite der Schale geschlagen oder es wird gerieben. Hierbei wird der Klöppel immer senkrecht zur Klangschale gehalten und dann in die Mitte der Schale gedrückt, wobei ein durchdringender Klang entsteht. Je nach Ausführung der Bewegung können auch unterschiedliche Töne erzeugt werden.
Beim Schlagen des Klöppels an die Schale sollte dies am oberen Rand der Schale geschehen. Auch hier gibt es je nach Art des Klöppels verschiedene Klangfarben, die sehr weich und weitreichend sind.
Ferner können Klangschalen mit Hilfe von Wasser gestimmt werden. So bestimmt die Füllhöhe auch die Tonhöhe des Klanges.
Die Klangschale besteht, wie oben bereits erwähnt, traditionellerweise aus Bronze, die mit jeglichen Begleitmetallen versetzt sein kann wie z.B. Zink, Eisen oder auch Gold und Silber. Die Aussage, dass eine Klangschale aus bis zu zwölf unterschiedlichen Metallen besteht ist hingegen ein Mythos. Zur Herstellung der Schalen wird das Metall geschmolzen und in die dafür vorgesehenen Formen gegossen. Daraus entsteht ein Metallrohling, der in starker Hitze in die optimale Form gebracht wird. Anschließend muss die Schale noch poliert werden. In den Jahren 1900 bis 1940 gab man diese handwerkliche Art der Fertigung in den Gebieten des Himalaya fast auf. Doch auf Grund der zunehmenden Nachfrage wurde die Produktion per Hand wieder aufgenommen. Dennoch hat sich die Schale etwas verändert. So wird sie heutzutage in erster Linie aus kostengünstigeren Messinglegierungen hergestellt. Neuerdings gibt es auch Exemplare, die aus Quarz bestehen. Hierfür wird der Quarz ebenfalls eingeschmolzen und es wird mit Zuhilfenahme einer Zentrifuge eine Klangschale geformt.
Eine Klangschale kann, je nach Gewicht und Größe, von ca. 50 Euro bis zu 800 Euro kosten.
Der Klang der Schalen gilt, besonders in der Esoterik- Szene, als heilend und wohltuend für den menschlichen Körper. Diese Wirkungen sind jedoch nicht wissenschaftlich belegbar. In erster Linie werden hier Klangmassagen angewendet, wobei sich der Klang der Schale als Vibration auf den Körper übertragen soll, um positiv wirken zu können.
Ferner gibt es Klangschalen, die als Planetschalen bezeichnet werden. Hierbei soll der Ton einer Planetschale wie ein von der jeweiligen Umlauffrequenz abgeleiteter Planetton klingen. Hierbei gibt es neun Planetenschalen, welche durch spezielle Klangschalen für die Schwingungen des Mondes und der Erde, sowie für die Gravitation der Sonne erweitert werden. Diese unterschiedlichen Schalen werden den Sternzeichen oder den Chakren (den Ernergiezentren des Menschen) zugeordnet.